Tipps und Infos zur Heilpraktikerprüfung Psychotherapie

Die amtsärztliche Überprüfung für die Erlaubnisurkunde zum Heilpraktiker eingeschränkt für Psychotherapie besteht aus 2 Teilen: Der schriftlichen sowie der mündlichen Prüfung.

 

Hinsichtlich einer Vorbereitung zur schriftlichen Multiple-Choice-Prüfung finden Interessierte kostenlos die Möglichkeit zum Selbst-Test unter Online-Prüfungsfragen HP-Psych.

Als Beispiel für die mündliche Prüfung soll folgendes Protokoll dienen:

 

  • Welche psychiatrischen Notfälle gibt es? (akute Suizidalität, Delir – hier auch Beschreibung der Symptomatik, akute Drogen- oder Medikamentenintoxikation)
  • Wo kann Suizidalität überall auftreten? (z.B. bei endogenen Psychosen, auch bei reaktiven Störungen).
  • Welche Krankheiten gibt es bei alten Menschen? (chronisch exogene Psychosen wie z.B. Morbus Alzheimer plus Beschreibung der Symptomatik).
  • Was kann man tun, wenn ein alter Mensch seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann (unter Betreuung stellen; Inhalte des Betreuungsgesetzes benennen können).
  • Näheres zu Zwangsstörungen sagen können und Therapiemöglichkeiten beschreiben (Zuordnung zu neurotischen Störungen; Epidemiologie; Definition; Angsthierarchie (Zwang als Angst-Vermeidungsversuch) – Entspannungstraining (reziproke Hemmung) – Exposition in vivo und Reaktionsverhinderung).
  • Was ist eine Reizüberflutung und bei welchen Störungen ist sie besonders hilfreich? (bei Phobien; z.B. so lange Fahrstuhlfahren lassen bis durch Habituation die Angst nachlässt).
  • Dysthymia erklären (Diagnosekriterien einschließl. Mindestdauer) und zu endogener Depression abgrenzen.
  • Unterscheidung von Depression und Demenz.
  • Für wen wird am ehesten eine Vermögenssorge eingerichtet? (Maniker).
  • Wozu gehört die Manie und Hypomanie und Beschreibung der Symptomatik (Affektive Störungen; Definitionen und Abgrenzung).
  • Was macht man mit einem Maniker in der Akutphase? (da ohne Krankheitseinsicht notfalls per Unterbringungsgesetz Einweisung in eine psychiatr. Klinik wenn Fremd- oder Selbstgefährdung vorliegt).
  • Welche Kriterien müssen vorliegen, damit das Unterbringungsgesetz in Kraft treten kann? (psych. Erkrankung, selbst- oder fremdgefährdend, Gefahr nicht anders abwendbar).
  • Wie können Affektive Störungen verlaufen? (bipolar in Episoden oder unipolar plus  epidemiolog. Daten; auf Nachfrage: Hypomanie auch als Nachschwankung nach einer Depression oder als Vorstufe zu einer Manie möglich).
  • Wie lange dauern Depressionen im allgemeinen und wie oft können sie auftreten – mit Sonderform? (ca. 6 Monate; durchschnittlich 4 x innerhalb 10 Jahre; als rapid cycler 4 x im Jahr).
  • Wie würde eine verhaltenstherapeutische Vorgehensweise bei einem depressiven Klienten aussehen? (Problem- und Verhaltensanalyse – Bedingungsanalyse, gemeinsames Erarbeiten von Zielen/Schritten, Interventionsstrategien, wie z.B. Tagebuchschreiben zur genauen Eigen-Beobachtung; Vereinbarungen treffen, wann und wie oft soziale Kontakte aufgebaut werden können; Abschluss durch Übergang in Selbstmanagement).
  • Näheres über psychosomatische Störungen (klassische Psychosomatosen mit Organbefund plus einiger Beispiele; somatoforme Störungen ohne Organbefund wie chron. Schmerzzustände; auf Nachfrage: Konversionsstörungen, z.B. Lähmungserscheinungen).
  • Wie kommt es zu Konversionsstörungen? (nach meist schweren traumatischen Erlebnissen, Versuch des Ausagierens über körperliche Symtpome.
  • Eine alte Frau baut innerhalb von 14 tagen geistig stark ab, was kann der Grund sein? (Medikamentenmissbrauch (zuviel oder zuwenig) oder Dehydrierung)
  • Beschreiben Sie Formen von Demenz
  • Beschreiben Sie unterschiedliche Formen der Depression.

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